Mikrozement und Fußbodenheizung: So machst du es richtig

Immer mehr Kunden verzichten auf herkömmliche Heizkörper und entscheiden sich für eine Fußbodenheizung. Obwohl eine solche Lösung teurer in der Installation ist, bietet sie einen besseren thermischen Komfort und ist im Gebrauch günstiger. Allerdings können nicht alle Baustoffe bei einer Fußbodenheizung verwendet werden, wie z. B. große Bodenfliesen oder viele Holzarten. Und wie sieht es aus mit Mikrozement und einer Fußbodenheizung? Mikrozement kann über einer Fußbodenheizung aufgetragen werden, jedoch muss man dabei einige wichtige Regeln beachten.

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2022-06-16

1. Schichtstärke des Mikrozements bei der Planung der Estrichdicke berücksichtigen

Das Mikrozementsystem ist nur 3 mm dick und man sollte die richtige Estrichdicke wählen, damit die Gesamthöhe des Mikrozementbodens mit der Bodenhöhe in den anderen Räumen übereinstimmt.

2. Boden aufheizen

Auf Fußbodenheizungen wird in der Regel Zement- oder Anhydritestrich verlegt. Wenn die Estrichschicht verfestigt ist, sollte die Fußbodenheizung eingeschaltet werden, damit das Wasser aus dem Estrich verdunsten kann. Dies sollte langsam erfolgen. Hierzu die Temperatur schrittweise um 5°C pro Tag bis zu einer Höchsttemperatur von 26°C erhöhen. Anschließend ist es empfehlenswert, die Temperatur etwa 2 Wochen lang bei 24°C zu halten. Dann zum Abkühlen die Heizung langsam ausschalten. Der gesamte Heizprozess dauert ca. 3 Wochen. Die Untergrundfeuchte sollte 4 % nicht überschreiten.

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3. Dilatationsfugen vorbereiten

Der Mikrozement selbst erfordert keine Dehnungsfugen, es sollte jedoch darauf geachtet werden, die im Betonestrich befindlichen Dehnungsfugen entsprechend vorzubereiten. An der Dehnungsstelle alle 7-10 cm Quereinschnitte mit einer Länge von 20 cm machen. So bildet sich über der Dilatation so etwas wie die Naht. Dann Bewehrungsstäbe mit einem Durchmesser von 6 mm in die entstandenen Einschnitte legen und die entstandene Lücke mit Epoxidharz füllen. Wenn du die oben genannten Arbeitsschritte nicht durchführen möchtest, kannst du die Dilatationen jederzeit auf den Mikrozement übertragen.

4. Glasfasergewebe mit Haftbrücke verwenden

Die Verwendung von Glasfasergewebe reduziert die mit der Erwärmung des Untergrunds verbundenen Spannungen und verhindert deren Übertragung auf die Mikrozementschicht. Der Untergrund sollte geschliffen und abgesaugt werden. Dann kann die erste Schicht der Haftbrücke aufgetragen werden. Das Glasfasergewebe sollte in die Haftbrücke eingetaucht werden (Festigungsset in unserem Shop erhältlich). Es lohnt sich, in ein qualitativ hochwertiges Gewebe zu investieren – die billigeren können reißen. Nach 3-4 Stunden die zweite Schicht der Haftbrücke auftragen, um eine glatte Oberfläche zu erhalten.

Nach weiteren 3-4 Stunden die Oberfläche sanft schleifen, den Staub entfernen und die erste Schicht Mikrozement auftragen.

Wenn die Schicht gebunden ist, diese schleifen und anschließend die letzte Schicht Mikrozement auftragen.

Während der Auftragungsarbeiten des Mikrozements darf auf keinen Fall die Heizung eingeschaltet werden, da es sonst zu Mikrorissen auf der Oberfläche des Mikrozements kommen kann.

5. Zwei Versiegelungschichten auftragen

Der letzte Schritt ist die Versiegelung. Dies sollte frühestens am zweiten Tag nach dem Auftragen des Mikrozements erfolgen. Hierzu zwei Schichten einer speziellen Mikrozement-Versiegelung aufragen. Die Zeit zwischen den Schichten sollte mindestens 12 Stunden betragen. Warum empfehlen wir für Wände (außer in Nassbereichen) eine Schicht und für den Boden zwei Schichten? Weil der Boden höheren Belastungen und Beschädigungen ausgesetzt ist und daher lohnt sich für einen guten Schutz eine zweischichtige Versiegelung. Bei einer Schicht kann es passieren, dass einige Stellen ungenau versiegelt wurden, bei zwei minimieren wir dieses Risiko. Dazu sei gesagt, dass für die Versiegelung von Mikrozement zweikomponentige Polyurethan-Lacke (z. B. PU TRIK 2K) am besten geeignet sind. Sie bieten optimale Festigkeit, Wasser- und Fleckenbeständigkeit, lassen sich leicht verteilen, vergilben nicht und hinterlassen keine Spuren auf der Walze.

Der Boden ist nach 7 Tagen begehbar. Dann kann die Fußbodenheizung eingeschaltet werden.

Mikrozement und Fußbodenheizung Häufig gestellte Fragen:

1. Kann ich Mikrozement auf einer Fußbodenheizung verwenden?

Ja.

2. Wie ist die Wärmeleitfähigkeit von Mikrozement?

Die Mikrozementschicht ist sehr dünn und der Mikrozement selbst leitet Wärme gut.

3. Kann Mikrozement aufgrund von Temperaturänderungen beschädigt werden?

Nein. Dank der Verwendung einer speziellen Polymermischung ist der Mikrozement flexibel und reißt nicht. Daher kann Mikrozement für Fußbodenheizungen, in Saunen oder für die Verkleidung von Kaminen verwendet werden.

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